|
Gräupchen kitzeln Gaumen der Jury am besten
 Cornelia Griese und ihre Kolleginnen haben sich mit ihrem erzgebirgischen Löffelgericht gegen acht Mitkonkurrenten behauptet


VON LIANE MAINKA Hohenstein-Ernstthal. Gräupchen haben den Wettbewerb um den "Maysterkoch" gewonnen und die Gaumen der 26-löpfigen Jury am besten gekitzelt. Damit hat das Haus am Sachsenring mit Inhaberin Cornelia Griese acht Mitbewerber beim Batzendorfer Grand Prix der Erzgebirgsköche hinter sich gelassen. Während die Sieger 847 Punkte verbuchen konnten, schaffte der Versorgungszug der Feuerwehr mit seiner Gulaschsuppe bei 837 Punkten den Platz 2, gefolgt von der "Schlemmeroase" des Hot-Badelandes auf dem dritten Platz mit der Schwammesuppe, die 814 Punkte einbrachte.
 Die Jury hatte auf ihrem Verkostungsplan außerdem Kartoffelsuppe und Linsen, jeweils in zwei verschiedenen Ausführungen, Brotsuppe und Flecke. Während sich am Freitagabend die Jury des ausrichtenden Fremdenverkehrsvereins durch das geforderte erzgebirgische Löffelgericht á la "Buschgespenst" von Karl May kostete und unter anderem Geruch, Farbe und Geschmack bewertete, hatte Cornelia Griese anderes zu tun.
 In Arbeitskluft steckend war sie beim Vorrichten künftiger Pensionszimmer anzutreffen, die bald fertig sein sollen. Mit dem Wettbewerb habe sie sich erst einen Tag vorher beschäftigen können. Alle, die sie gefragt habe, hätten zwar den Roman "Das Buschgespenst" gelesen, aber auf die Frage nach dort vorkommenden Gerichten keine Auskunft geben können. So musste sie erst noch im Karl-May-Haus auf Suche gehen, um sich dann schließlich für die Gräupchensuppe zu entscheiden.
Hier finden Sie den Zeitungsartikel auch als PDF.Datei zum Ansehen oder Ausdrucken |